Dharma und Religion werden synonym gebraucht. Aber wenn wir über ihre Wurzeln, ihr Wesen und ihre Ausdrucksweise Bescheid wissen, scheinen sie ziemlich unterschiedlich zu sein. Wir wollen uns erlauben, sie vergleichsweise zu untersuchen. Religion - Das ist im Grunde ein lateinisches Wort. Seine Bedeutung ist gemäß dem Oxford Dictionary der Glaube an
eine übermenschliche beherrschende Kraft, insbesondere an einen persönlichen Gott oder Götter, die einen Anspruch auf Gehorsam und Verehrung haben, der durch Anbetung, ein besonderes System von Glaube und Verehrung, ausgedrückt wird; etwas, dem man ergeben ist; Leben nach einem Ordensgelübde. Die wichtigen Dinge sind in der Religion: persönlicher Glaube, ein persönlicher Gott oder Götter, Gehorsam, eine Art der
Verehrung oder ein System des Glaubens. Dies scheinen alles persönliche und subjektive Angelegenheiten zu sein. Sie können sich von Person zu Person unterscheiden, je nach deren Glauben und Überzeugung. So sollte sich niemand in den Glauben anderer einmischen, denn Glaube und Bekenntnis sind der persönlichen Freiheit unterworfen, nicht etwas, das offen oder öffentlich diskutiert wird. Dharma
- Dieses Sanskritwort ist von der Wurzel Dhm Dhame abgeleitet. Es bedeutet halten oder unterbringen oder besitzen oder folgen, was für das Überleben eines Individuums und der Gesellschaft in der Welt in gebührender Harmonie und in Übereinstimmung mit dem gesamten Universum ganz bestimmt unerläßlich ist.Es ist geeignet, relevant und wert, daraufhin sowohl mental als auch physisch zur Freude aller zu handeln. Das Gegenteil ist Adharma, was nicht vorteilhaft für irgendjemanden in
irgendeiner Hinsicht ist und Frieden, Wohlstand und Fortschritt in der Welt behindert. Das Wort Dharma wird in verschiedenen Zusammenhängen in den Veden, in den Upanishads usw. gebraucht im Sinne von Tugend, Verdienst, Eigenschaften, Wesen, Qualität, Pflicht, Gesetz, Anspruch, Gerechtigkeit, Eigentum usw. Alle edlen Qualitäten, Gedanken und Taten sind nach Manu, Patanjali und anderen im Dharma enthalten. Wahrheit,
Gewaltlosigkeit, Rechtschaffenheit, Enthaltsamkeit und Besitzlosigkeit sind die wichtigsten Positionen oder Grundsätze von Dharma. Laßt uns Dharma und Religion auf der Grundlage ihrer Definitionen und ihrer praktischen Ausdrucksweise vergleichen.
| Dharma | | Religion | 1. | Eins | 1. | Viele | 2. | Seit Beginn der Schöpfung | 2. | Seit Existenz einer Person | 3. | Kein Gründer in Gestalt eines Menschen |
3. | Gegründet von einer Person | 4. | Grundsätze sind wichtiger. | 4. | Die Person ist wichtiger. | 5. | Die Grundsätze sind von
Gott, dem Schöpfer, gegeben, der perfekt ist. | 5. | Die Regeln werden von einer Person aufgestellt, die unvollkommen ist. | 6. | Die Gesetze der Natur sind die Gesetze des Dharma. | 6. | Die von einer Person aufgestellten Regeln können den Gesetzen der Natur widersprechen. | |
7. | Die Regeln sind elastisch und für alles angemessen, immer. | 7. | Die Regeln sind starr und
nicht immer angemessen. | 8. | Das Ausmaß der Veredelung entspricht dem Ort, der Person und der Zeit. | 8. | Es gibt keinen Spielraum für die Veredelung nach Ort, Person und Zeit. | 9. | Die Gesetze der Natursind endgültig und angemessen. | 9. | Das Wort des religiösen Führers ist endgültig. | 10. | Auf Wahrheit und Fakten beruhend | 10. | Auf Glauben und Wundern beruhend | 11. | Grundsätze und
Taten machen eine Person wichtig und edel. | 11. | Eine Person macht Regeln und Anordnungen wichtig. | 12. | Universell | 12. | Vorübergehend | 13. | Voller philosophischer, logischer und wissenschaftlicher Fakten und frei von historischen Ereignissen und Aberglauben | 13. | Voller historischer Ereignisse und Aberglauben | 14. | Freiheit des Denkens, Sprechens und Handelns | 14. | Sklaverei des Denkens,
Sprechens und Handelns | 15. | Auf reinem Wissen, Moral und Logik beruhend | 15. | Eher auf Mythologie, Glauben und Wundern als auf Humanität und Rationalität beruhend | 16. | Gut zu allen und schlecht zu niemandem in jeder Hinsicht | 16. | Nur zu Gläubigen gut und schlecht zu Ungläubigen | 17. | Edle und rationale Menschen in der Welt sind das
Ziel. | 17. | Die Vermehrung derAnzahl der Gläubigen in der Welt sind das Ziel. | 18. | Neue Experimente, Verbesserungen und Fortschritt werden immer anerkannt | 18. | Neue Experimente, Verbesserungen und Fortschritt sind nicht erlaubt | | | | | 19. | Immer dynamisch und offen für logische Diskussion. | 19. | Immer statisch und der logischen Diskussion verschlossen
| 20. | Eine Frage des gesunden Menschenverstandes, Einsicht und Lebenspraxis achten die Gesetze der Natur. Anbetung ist nur ein Mittel. | 20.
| Eine Frage des Befolgens der Instruktionen des Gründers oder des persönlichen Gottes. Es ist eherAnbetung. | 21. | Man kann von Geburt an dem Dharma folgen, einfach
indem man allen gegenüber ein guter Mensch ist. | 21. | Um eine religiöser Mensch zu sein, muß man Vertrauen zum Gründer aufbringen und sich den rituellen Prozeduren unterziehen. | 22. | Man kann Gott direkt erreichen, ohne Vertrauen zu einem Boten oder persönlichen Göttern aufzubringen. | 22. | Man kann Gott
nicht direkt erreichen, ohne Vertrauen zu einem Boten, Propheten oder Gründer aufzubringen. | 23. | Hauptziel ist, für alles hochherzigere Gedanken und Taten eines Menschen hervorzubringen. Dies ist bekannt als Akt der Reinigung. Dharma gilt wie Menschlichkeit für
alle. So gibt es keine Entfaltungsmöglichkeit für Streit oder Kampf. Es ist einzigartig. So kann es kein Durcheinander geben. Dharma ist eine Frage des Universalen Friedens. | 23. | Hauptziel ist, Menschen auf verschiedene Weise von einer Religion zu einer anderen zu
bekehren.- Weil es viele Religionen gibt, können sie nicht frei von Durcheinander sein. Nicht nur das, Religion ist ein ständiger Zankapfel. | 24. | Sobald Wahrheit, Frieden und Wachstum vorhanden sind, ist auch Dharma vorhanden. | 24. | Es ist praktisch unmöglich in unterschiedlichen Religionen. | 25. | Dharma strebt immer nach Qualität.
| 25. | Religion strebt nach Quantität. | 26. | Wer
dem Dharma folgt,ist vorurteilslos und zu allen integer. | 26. | Es ist zu schwierig, zu Menschen anderer Religionen und anderen Glaubens vorurteilslos und integer zu sein. | 27. | Die Gesetze Gottes oder der Natur im Universum sind immer vollkommen. | 27. | Die Gesetze irgendeines Menschen, wie
herausragend er auch sein mag, können nicht vollkommen sein. | 28. | Nur Gott kann die wesentliche Grundlage allen Wissens sein. | 28. |
Niemals die persönlichen Götter oder Menschen. |
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Auf der Basis ihrer unterschiedlichen Wurzeln, Etymologie, Philosophie und verschiedenen
Ausdrucksweisen ergibt sich, daß Dharma und Religion sich in vieler Hinsicht unterscheiden. Sie können nicht synonym verwendet werden. Zieht man alle Aspekte von Dharma und der verschiedenen Religionen in Betracht, so können wir sagen, daß Dharma keine Religion ist, sondern etwas universelles, moralisches, humanistisches, rationales, vernünftiges, dynamisches und ergebnisorientiertes wie
Mathematik und Wissenschaft und daher wissenschaftlich. Es ist sehr schwierig, eine Religion als Parallele zu Dharma zu finden. So scheint es besser, jemand zu sein, der dem Dharma folgt als einer Religion, wenn wir diese Welt für alle ohne Ausnahme friedlich und erfolgreich gestalten wollen. Ich hoffe, diese kurze Erörterung der Worte Dharma und Religion hilft uns, sie in einem
gewissen Umfang zu verstehen. top |