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Wege durch die Zeit ins 21. Jahrhundert


 Eine Erziehungsstrategie für den Weltfrieden

Prof. Ravi Arapurakal
Princeton, New Jersey, USA
 

Übersetzung: Dr. Katerina Wolf
Redaktion: Carla Geerdes

Energie
Frieden
Hinduismus
Holismus
Kommunikation
Kritik
Musik

 

Einführung

 

Das hier dargebotene Konzept basiert auf der Jahrtausende alten, metaphysischen vedischen Sichtweise, die vor 700 Jahren von dem bedeutenden Marathi-Heiligen Jnaneshvara ins Leben gerufen wurde. Seine Lehre impliziert den Gedanken, daß die gesamte Menschheit, ungeachtet ihrer Unterschiede, sowie das grenzenlose Universum eine fundamentale Einheit bilden.

Obwohl diese Sichtweise zweifelsohne von den Erkenntnissen des Altertums inspiriert ist, muß sie ihre Autorität nicht länger von der Metaphysik ableiten. Heutzutage stützt sie sich unmittelbar auf unwiderlegbare empirische Beweise. Diese holistische Sichtweise wurde in unserem Jahrhundert durch zahlreiche Experimente auf verschiedenen Gebieten der Nuklearphysik nachgewiesen.

Die dynamische Homogenität des Ganzen stellt heute eine unbestrittene Tatsache dar, zumindest in Anbetracht der Erscheinung diskreter Fragmentierung, die durch die Makrowahrnehmung der Sinnesrezeptoren projiziert wird.

Konventionelle Sichtweisen bezüglich der Suche nach dem Weltfrieden basieren auf der Annahme, daß die vorherrschende Unterteilung, bzw. Trennung, den Normalzustand der Menschheit und aus diesem Grund den Ausgangspunkt für Fortschritt repräsentiert. Die Hauptrichtung dieser Sichtweisen ist die Suche nach Wegen, die zur Vereinigung der Unterschiede und letztendlich zur Einheit führen. Der Schwerpunkt liegt hierbei vielmehr auf einer Vereinigung der Grenzbereiche der Unterteilungen als auf der Zusammenfassung aller Divisionen zu einem einzigen konzeptionellen Rahmen.

Durch die empirische Bestätigung der holistischen Natur der Realität in diesem Jahrhundert vertritt das hier vorgestellte Konzept eine gegensätzliche Haltung. Es sieht die Einheit der Menschheit und des ganzen Universums als die wahre Natur der Dinge an. Diese Einheit ist die Norm aller Dinge und wird es auch in Zukunft bleiben. Von diesem Standpunkt aus betrachtet muß die historische Unterteilung der Menschheit als kognitive Anomalie betrachtet werden, die nun identifiziert und korrigiert werden muß.

Von diesem konträren Standpunkt aus gesehen wird es klar, daß die Einheit des Ganzen und der Eindruck, es sei geteilt, auf eine begriffliche Dynamik zurückzuführen ist. Auf der menschlichen Ebene manifestiert sich dies in Form von Konflikten. Es soll hier gezeigt werden, daß man Frieden nicht auf direktem Wege suchen kann. Vielmehr sollen Strategien gefunden werden, die der Beseitigung begrifflicher Barrieren dienen und die Menschheit mit den Ereignissen des Universums in Einklang bringen. Mithilfe dieser Methode können die Abweichungen identifiziert, ihre Wurzeln freigelegt sowie Maßnahmen gefunden werden, wie sie durch Erziehung aufgelöst und beseitigt werden kann.

 

Bestimmung des Problems

 

Die Erde und die Menschheit befinden sich heute mehr denn je in Gefahr. Einer Gefahr, die von Tag zu Tag größer wird. Unser Überleben steht auf dem Spiel, ja unter Umständen sogar das Leben auf diesem Planeten. Technologien, die einen Völkermord oder eine totale Umweltkatastrophe herbeiführen können, gibt es bereits zur Genüge. Doch es gibt keine Garantie dafür, daß sie nicht eingesetzt werden.

 

Direkte Ursache der Probleme

 

Konflikte sind weit verbreitet unter den Menschen. Wir sind in verschiedene, der Veränderung unterworfene Gruppen unterteilt. Viele dieser Gruppen beurteilen den Glauben und die Sitten anderer Gruppen als minderwertig, falsch und bedrohlich. Solche Unterteilungen führen unweigerlich zu Terror und Konflikten.

Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß jede Gruppe auf unterschiedlichen begrifflichen Fundamenten von Werten basiert. Jedes Fundament ist einzigartig und steht im Widerspruch zu dem anderer Gruppen. Die daraus resultierenden Weltanschauungen werden jeweils durch das Medium Erziehung kultiviert und verbreitet. Der Begriff Erziehung wird in diesem Kontext in seinem vollen Ausmaß benutzt. Er umfaßt die Verbreitung von Überzeugungen, Wissen, Praktiken und Fähigkeiten durch Instruktionen und Beispiele von zumeist älteren und einflußreichen Personen, wie etwa Eltern, Lehrern und Meinungsgruppenführern.

Diese Autoritäten erhalten ihre Erziehung in der Regel von den Autoritäten vorangegangener Generationen. Somit geht die Unterteilung der Menschheit, mit jeweils generationsbedingten Abänderungen, bis auf die Anfänge jeder einzelnen Unterteilung zurück. Jede dieser Unterteilungen variiert eine vorausgegangene Unterteilung. Durch einen Visionär einer früheren Unterteilung oder durch einen aufgezwungenen Einfluß einer anderen Unterteilung wurde diese kreativ erweitert.

 

Grundursache der Probleme

 

Erziehung, im oben beschriebenen Maße verstanden, lehrt das Individuum in einer Gruppe die Akzeptanz einer Form der Wahrheit, die es niemals selbst erfahren kann. Mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter ist das Individuum bereits so programmiert, daß es das der eigenen Kultur Wesenhafte bedingungslos akzeptiert. Solange Menschen aufgrund begrifflicher Äußerlichkeiten unterteilt werden und keine Möglichkeit haben, das Gegenteil selbst zu erfahren, werden wir weiterhin voneinander getrennt sein und diese Unterteilung ernst nehmen, und solange wird es auch Konflikte zwischen Menschen geben. Wir können schon heute ganz klar sehen, daß Konflikte zu Gewalt führen, die sich in Terrorismus und Krieg äußern, dies wird auch in Zukunft so bleiben.

Sprache ist das erste Medium der Erziehung. Mithilfe der Sprache sammeln und teilen wir unsere Erfahrungen. Sprache hat sich entwickelt, um unsere physikalische Erfahrung kund zu tun. Das Konkrete und Diskrete solcher physikalischer Erscheinungen erlaubt uns, hinsichtlich des Zusammenhanges zwischen Worten und ihren diesbezüglichen Konzepten (Sonne, Mond, Baum, Fluß, etc.) Präzision zu erwarten. Da sich Sprache über die physikalischen Grenzen hinaus bis in unsere vagen und subtilen nichtphysikalischen Erfahrungen (die begrifflichen, imaginären und emotionalen) ausgeweitet hat, übertragen wir unsere gewohnten Erwartungen hinsichtlich einer Präzision der Sprache auch auf unsere nichtsinnlichen Erfahrungen. Der Aufbau des begrifflichen Fundamentes einer Kultur auf derart vagen und subtilen Konzepten hat unsere unbewußte Akzeptanz ihrer Präzision irregeführt, so daß wir ihrer Gültigkeit wesentlich mehr vertrauen, als sie verdient.

Durch dieses irregeführte und unbewußte Vertrauen in ihre Grundfeste erscheint uns unsere Kultur als absolut, und wir verleihen ihr absolute Autorität. Viele von uns sind auf diese Art und Weise zu willigen Instrumenten der Verbreitung ihrer Werte und Annahmen geworden. In seiner extremsten Form fördert dies Fundamentalismus und Fanatismus bis hin zu der Bereitschaft, ganze Gesellschaften anderer Gruppen zu vernichten.

Das lokale Erziehungskonzept programmiert das Individuum dahingehend, sich mit der lokalen kulturellen Sichtweise des Selbst und der Welt zu identifizieren: der Vorstellung von Realität (Gott, Kosmos, Natur, Materie, etc.); der Stellung des Selbst in der Realität (Mann, Frau, Beobachter, Handelnder, etc.); der Beziehungen zwischen den Menschen (Freundschaft, Verwandtschaft, Schüler, etc.); zwischen verschiedenen Gruppen (Gemeinschaft, Nation, Religion, Rasse, Partei, Klasse, etc.) und zwischen dem Individuum und dem Rest der Welt (Natur und Umwelt).

Diese Identifikationen geben den Ausschlag für nationale, kommunale, rassenbezogene, religiöse und politische Unterteilungen und Interessengruppen, die sich alle um Akzeptanz und Gehorsam bemühen. Ob man nun Christ, Serbe, Tamule, Nationalsozialist oder Kommunist ist, die Überzeugungen und Grundwerte des eigenen Kulturerbes werden zu unseren eigenen Wahrheiten. Diese Programmierung ist so tiefgreifend, daß man sie, mit den Worten der modernen Computersprache ausgedrückt, als fest verdrahtet bezeichnen kann. Es wundert einen nicht, daß der hierdurch genährte Fanatismus in so vielen Formen der Gewalt seinen Ausdruck findet.

 

Fundamentale Lösungen

 

Allein die Anwendung der wissenschaftlichen Methode entwickelt die Erkenntnis unter Ausschluß jeglicher Autorität, ausgenommen unsere eigenen, direkten Erfahrungen. Weitet die Anwendung dieses universellen, kulturübergreifenden Werkzeuges aus, um die subtilen und vagen Inhalte unserer nichtsinnlichen Erfahrungen mit einzuschließen.

Wendet vor allem die wissenschaftliche Methode an und weitet sie aus, um einen neuen begrifflichen Rahmen für die globale Kultur zu entwickeln und eine gemeinsame Basis zu bilden, auf deren Grundlage bislang konfliktreiche kulturelle Ideologien auf Verständnis stoßen können und von Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen nicht mehr als verschiedene Wahrheiten, sondern nur noch als verschiedene und relativ harmlose Artikulationen ein und der selben Wahrheit aufgefaßt werden.

Durch moderne Technologien, die zum Teil so zuverlässig arbeiten, daß sie sogar in der Lage sind, Menschen wiederholt zum Mond zu schicken und unbeschadet zurückzubringen, sind wir mit dieser Art der Wissenschaft (Technik und Technologie) vertraut. Sie ist zuverlässig, denn sie kann von verschiedenen Menschen, unabhängig von ihrem kulturellen Ursprung, erfahren und durchgeführt werden.

Wie können wir diese wunderbaren, kulturübergreifenden Disziplinen auf die subtilen Inhalte unserer psychologischen Experimente anwenden? Durch die Anwendung eines neuen umfassenden Konzeptes, so daß nichts, aber auch gar nichts, ausgeschlossen werden kann. Es muß ein Konzept sein, das Gott und das Universum, das Selbst und das Andere, Materie und Geist, Subjekt und Objekt einschließt, das in der Lage ist, einzelne Parameter zu errichten, die bei der Skizzierung eines Teiles automatisch seine Beziehung mit dem Ganzen definiert. Dies würde einen höheren Präzisionsstandard in Hinsicht auf Erfahrung erlauben. Unser gegenwärtiges System verfügt über keine solchen allumfassenden Konzepte und läßt daher keine Wechselbeziehung zwischen verschiedenen Erfahrungen zu.

Der große Weise Jnaneshvara hat bereits die philosophische Grundarbeit für ein solches Konzept mit der Verbreitung des Gedanken geleistet, daß der Wahrnehmende und das Wahrgenommene gemeinsam ein unteilbares Ganzes bilden und daß das Wahrnehmende selbst nur als das Wahrgenommene (Universum) erfaßt werden kann, dessen Erweiterungen innerhalb des Ganzen selbst nicht wahrgenommen werden können.

Ein solcher Rahmen würde allen Kulturen zeigen, daß das Göttliche in ihrer Kosmologie durch Wahrnehmung des Ganzen gefunden werden kann. Da es selbst nicht wahrgenommen werden kann, muß es folglich die große und mysteriöse Einheit sein, die das Universum erschafft und verändert.

Eine auf einem allumfassenden Konzept basierende Erziehung wird in der Lage sein, den Materialismus des Westens und die Spiritualität des Ostens in sich zu vereinen. Diese universelle gemeinsame Basis ist empirisch (übereinstimmend in allen direkten Erfahrungen), integriert (liefert eine gemeinsame Basis für alle Wissensbereiche) und befreiend (erlaubt eine bewußte Untersuchung, Revision und Synthese des Wissensinhaltes), so daß der Wahrnehmende, Gott, das Selbst, das Bewußtsein, der Geist oder wie auch immer wir es benennen, frei wird für die Anwendung seiner uns allen angeborenen Intelligenz. Auf diese Art und Weise können wir als Erweiterung des Wahrnehmenden am Schöpfungsprozeß teilnehmen.

Hier ist eine andere Form, Jnaneshvaras gewählte Ausdrucksweise in die heutige Sprache zu fassen: subnukleare Physik hat die höchst wahrscheinliche Möglichkeit eröffnet, daß die Realität (alles, was existiert) eine einzige homogene, dynamische Substanz ist. Diese Erkenntnis bestätigt die Einsicht der Weisen und übernimmt alle vorherigen Annahmen über das Ermessen des menschlichen Organismus und anderer Objekte und Ereignisse innerhalb der Realität.

Teile dieser Substanz, Menschen, Tiere, Pflanzen, etc. sind in der Lage, die jeweils anderen Bereiche der Substanz zu erfahren. Aus diesem Grund kann man sie auch als Einheit der Selbsterfahrung bezeichnen. Sie beinhaltet sowohl das zu Erfahrende (das Selbst) als auch das Erfahrene (die Welt). Beide sind für sich nicht erfahrbar. Das Selbst ist im Gegensatz zur Welt und allen darin eingeschlossenen Erfahrungen von Objekten und Ereignissen reines Subjekt.

Das ist der Grund, warum das Selbst weder gesucht noch gefunden werden kann. In der Mehrzahl der gegenwärtigen Weltanschauungen herrscht der fundamentale Irrtum vor, daß das Selbst als das zu Erfahrende objektiviert werden kann. Daher beschreiben etablierte Ideologien, die das Selbst als etwas Erfahrbares objektivieren, dasselbe als mysteriös, allgegenwärtig, etc. Alle menschlichen Wesen und andere Lebensformen sind Bestandteil der Welt, durch die das Selbst den Rest der Welt erfährt. Die wahre Identität jedes Individuums ist eine einzigartig verschiedene Perspektive ein und desselben Selbst.

Wir haben gesehen, daß die wissenschaftliche Methode und die Technik die einzigen bekannten Wege sind, ein verläßliches Wissenssystem zu errichten, das sich aus den Erfahrungen einer großen Anzahl von Individuen ungeachtet ihrer kulturellen Unterschiede entwickelt hat. Die Früchte dieser Disziplinen sind aufgrund der universellen Gültigkeit ihrer empirischen Erfahrung für alle Menschen zugänglich in Verbindung mit einer durch präzise Definition entwickelten Sprache. Wissenschaft, Technik und Technologie haben viele von uns aus der Routine manueller Tätigkeit befreit, deren Sklaven die meisten von uns noch sind.

Durch Anwendung der wissenschaftlichen Methode auf die nichtsinnlichen Dimensionen unserer Erfahrungen wird uns das allumfassende Konzept dazu befähigen, Schritt für Schritt eine ähnliche Form der Präzision zu entwickeln, wie wir sie bereits bezüglich unserer Sinneserfahrungen genießen. Es wird nicht nur wesentlich einfacher werden, uns von den vagen und absoluten Wahrheiten zu befreien, die uns voneinander trennen, wir werden auch in die Lage versetzt werden, Wissen aus unseren eigenen Erfahrungen zu ziehen, ein Wissen, das zudem durch den Vergleich mit den Erfahrungen Anderer getestet und verfeinert werden kann. Die wissenschaftliche Methode befreit das Individuum daher aus der traditionellen Autorität unbeweisbarer Annahmen, Meinungen und Vorurteile, die uns bislang in einem Gedankensystem gefangen hielt, das nicht von Jedem angewendet werden konnte und aus diesem Grund eine Unterteilung in verschiedene und konkurrierende Ideologien begünstigte.

Die Anwendung der wissenschaftlichen Methode auf durchlässigere Bereiche der Erfahrung, wie zum Beispiel Erkenntnis, Imagination und emotionaler Wille, wird unsere Fähigkeit fördern, die Einheit des Ganzen als etwas zu erfahren, das sowohl das zu Erfahrende als auch das Erfahrene einschließt. Dies wird zu einer gemeinsamen begrifflichen Grundlage führen, auf deren Basis widersprüchliche und konkurrierende Ideologien der subtilen Bereiche (Philosophie und Religion) in ein gemeinsames, universelles, der ganzen Menschheit zugängliches Verständnis münden.

Die Befreiung der Menschheit von der Tyrannei der manuellen Plackerei und dem autoritativen Dogma wird das kreative, intelligente und fürsorgliche Potential des Individuums freisetzen und es darin bestärken, Lösungen, Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln, die das Leben angenehmer gestalten.

 

Durchführung der Lösung

 

Einige von uns werden zur Erstellung einer empirischen Grundlage für die Erziehung zusammenarbeiten müssen. Dann müssen wir die individuelle Identität ebenso wie unsere symbiotische Beziehung zueinander und zur Welt neu definieren. Als nächstes werden wir alle bekannten Wissensgebiete neu ausrichten müssen, um sie auf einer vereinten Grundlage zusammenzufassen. Dann müssen wir eine Spannweite erzieherischer Maßnahmen und Dienstleistungen entwickeln, die auf diesen Erkenntnissen und Medien basieren.

Diejenigen unter uns, die ihre Sinne bereits dahingehend ausgerichtet haben, ihre symbiotische Einheit mit dem Ganzen als die Eingeweide betreffende Realität zu erfassen, sind am besten geeignet, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Sie wissen bereits, daß es unterschiedliche Perspektiven des gleichen Selbst gibt und haben erkannt, daß die Filter ihrer Programmierung die einzigen Hindernisse auf dem Weg zur universellen Kooperation darstellen. Sie sind dieser Erkenntnis gegenüber aufgeschlossen und werden befreit eine Haltung der Empfänglichkeit gegenüber allen Anderen einnehmen. Sie sind Repräsentanten einer zukünftigen kreativen, harmonischen Menschheit, zusammen werden sie eine gemeinsame Basis entwickeln. Sie werden darüber hinaus in der Lage sein, ihre Ideen so klar zum Ausdruck zu bringen, daß eine stetig wachsende Zahl von Menschen, die bislang in Kategorien der Trennung dachten, die Kraft ihrer eigenen Erfahrungen erkennen und Schritt für Schritt ein bewußter Teil des Ganzen werden.

Weltfrieden wird dann Realität werden, wenn die kulturelle Software, die uns voneinander trennt und uns zu Gegnern macht, von den Inhalten, die nicht für alle zugänglich und erfahrbar sind, befreit wird. Wer unter uns die verheerende Wirkung dieses Denkens und Verhaltens erkannt hat und dennoch nicht entmutigt ist, wird an diesem Projekt arbeiten. Solange wir zum Zusammenzuwirken bereit sind und nur die auf Erfahrung basierenden Wahrheiten akzeptieren und der Meinung Anderer gegenüber aufgeschlossen bleiben, solange gibt es noch Hoffnung.

Wer sich an einer gemeinsamen Ausarbeitung solcher in diesem Aufsatz präsentierten Strategien beteiligen möchte, muß zunächst jede Facette dieses Konzeptes, das mit seiner eigenen, gegenwärtigen Vision des Weltfriedens nicht übereinstimmt, als Herausforderung ansehen. Im Verlauf des Lösungsprozesses dieser Probleme wird das Konzept klarer und verständlicher werden. Es wird dann ein Punkt erreicht werden, an dem die Bereitschaft zu Zusammenarbeit und Verbesserung und Vereinfachung des Konzeptes wächst.

Ergo, wenn unsere Unterteilungen verschwinden und wir zunehmend zu einem Bestandteil des Ganzen werden, so wie wir es auch immer schon waren, sind und immer sein werden, dann wird sich der Weltfrieden in dem Maße aus uns heraus entwickeln, in dem sich Konflikte und jegliche Form von Gewalt reduzieren.

Laßt uns die Wahrheit über alle Dinge, uns selbst und unsere Beziehung zur Welt aus dem Schatten des Glaubens an undurchsichtiges Dogma herausholen und ins Licht unserer gemeinsamen Erfahrungen stellen. Laßt uns unsere begrifflichen Werkzeuge schärfen, um die für Konflikte und Leid ursächlichen Mißverständnisse zu vermeiden.

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