Vorsitzenden, Amtsträgern und Mitgliedern des Indischen Philosophen Kongresses, ausgezeichneten Denkern und Erziehern, Vertretern der Medien und Freunden gewidmet - Seit Beginn der Zivilisation suchte die Menschheit nach Frieden und Harmonie. Und trotzdem ist die Geschichte der Menschen von frühester Zeit an reichlich mit Kriegen und gewalttätigen Konflikten versehen, von der Stammesebene bis zur internationalen Ebene. Alle Religionen predigen Frieden, aber eigentlich war Religion - und ist es noch heute - durch die Jahrhunderte einer der Hauptgründe der gewalttätigen Konflikte. Die Wissenschaft
sollte helfen, Frieden zu stiften, doch sie hat zunehmend tödliche Waffen für die Massenvernichtung erschaffen, so daß ein einziger atomarer Sprengkopf heute eine Kraft in sich trägt, die mit eintausend der Bomben vergleichbar ist, die Hiroshima und Nagasaki vor einem halben Jahrhundert vernichteten. Kommunismus, Sozialismus, Kapitalismus, Demokratie haben alle den Wunsch verkündet, Frieden zu stiften, doch haben alle Krieg geführt. Diese Tatsachen weisen auf die beunruhigende Schlußfolgerung hin, daß Gewalt möglicherweise in die innerste Struktur des menschlichen Bewußtseins eingebaut ist. Trotz der großen Friedensstifter wie Lord Mahavira, Lord Buddha, Jesus Christus, Kaiser Ashoka, und in unseren Tagen Mahatma Gandhi, scheint es keine merkliche Schwächung des menschlichen Hangs zur Gewalt zu geben. In der Tat hat dieses 20. Jahrhundert alle Rekorde der Gewalt
übertroffen, da in ihm mehr menschliche Wesen getötet und verstümmelt wurden als in den Letzten zehn Jahrhunderten zusammengerechnet. Arthur Koestler schlug vor, daß als Resultat eines Organisationsfehlers im menschlichen Cortex, der Mensch ein Geschöpf ist, das auf Selbstzerstörung programmiert ist, während der Dichter A.E. Houseman ein denkwürdiges Gedicht mit den folgenden Zeilen beendet: "Die Schwierigkeiten unseres stolzen und zornigen Staubes
sind von der Ewigkeit und sollen nicht scheitern ertragen können wir sie, und wenn wir es können, müssen wir es nimm den Himmel auf die Schultern mein Junge, und trink dein Bier."
Wenn prometheanischer Trotz alles ist, was wir tun können, dann ist dort wirklich wenig hinzuzufügen, und diese ganze Konferenz wird ihre raison d´etre verlieren. Wie auch immer, alle großen
Traditionen vermitteln uns, daß es tief in unserem Bewußtsein eine produktive Kraft gibt, die eine übernatürlich erscheinende Umwandlung verursachen kann, wenn sie beschworen und geehrt wird. Die Lebensläufe aller Heiligen und Seher der großen religiösen Traditionen der Welt bestätigen dies, und obwohl die Erwartung solcher Fähigkeiten in normalen Leuten unrealistisch sein könnte, zwingt es uns, das ganze Problem des Friedens in seinen verschiedenartigen Dimensionen tiefer zu betrachten. In
diesem Aufsatz habe ich fünf Dimensionen des Friedens gekennzeichnet, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Ich betrachte diese nicht so sehr als parallele Verläufe, sondern als konzentrische Kreise, die mit nur zwei unteilbaren Elementen anfangen und enden - das Individuum an einem Ende und der von uns bewohnte Planet Erde am anderen. Laßt mich mit dem Wesen beginnen, mit dem wir erwartungsgemäß am meisten vertraut
sind, mit uns selbst. Es ist ein weit verbreitetes Mißverständnis, daß wir, bloß weil wir uns unserer äußeren Existenz bewußt sind, die wirklichen Tiefen unserer Psyche kennen. Im Osten wurde es über Tausende von Jahren akzeptiert, daß die äußere Persönlichkeit nur ein sich ständig verändernder und vorübergehender Bewohner des inneren unsterblichen Funken ist - nenn ihn die Seele, den Atman oder was auch immer. In Indien hat sich die letzten 20 Jahrhunderte hindurch eine ganze Wissenschaft
der Selbstbeobachtung und der inneren Entfaltung entwickelt, die unter dem Gattungsbegriff Yoga bekannt ist. Dieser stammt natürlich von derselben Linie wie das englische Wort "yoke" (übs.:Joch), und ist ein umfangreiches und grundlegendes Lehrfach, das erschaffen wurde, um die immanente Gottheit mit der transzendenten Gottheit zu vereinen. Die im Westen darunter bekannten äußerlichen körperlichen Übungen sind nur ein kleiner Teil davon. Mit der Entwicklung der Tiefenpsychologie im Westen und besonders mit C.G. Jung, der zu den produktivsten Denkern dieses Jahrhunderts gezählt werden muß, hat die moderne Psychologie schließlich auch erkannt, daß unsere bewußten Gedanken nur wie die Oberfläche eines Ozeans sind, der von Wellen und Taifunen hin und her geworfen wird und in seinen Tiefen zahlreichen freundlichen und auch tödlichen Geschöpfen Unterschlupf gewährt. Die spirituellen
und mystischen Bräuchen vermitteln uns, daß tief im Innern der göttliche Funken wohnt, der unter bestimmten Umständen in die lodernden Flammen der spirituellen Erkenntnis ausschwärmt. Wenn wir nicht fähig sind, wenigstens intellektuell diese innere spirituelle Verbindung zu verstehen, die die ganze menschliche Rasse zu einer einzigen Familie verbindet, wobei sie alle Barrieren der Nationalität oder Religion, der
Kasten oder Glaubensbekenntnisse, des Geschlechts oder der sozialen Stellung überschreitet, werden wir nicht fähig sein, unseren inneren Frieden zu finden. Für unsere Suche nach Frieden ist das, was die Hindus antarik shanti und die Christen "den Frieden, der über alles Verständnis hinausgeht" nennen, deshalb die erste und grundlegend Voraussetzung. Es hängt von der äußeren und inneren Konfiguration jeder individuellen Lebenssituation ab, wodurch wir das erreichen, ob durch Jnana
Yoga, den Weg des Lernens und des Nachdenkens, oder Bhakti Yoga, den Weg emotionaler Hingabe gegenüber einer verkörperten Manifestierung der Gottheit; oder Karma Yoga, den Weg geweihter und guter Taten; oder Raja Yoga, den Weg innerer spiritueller Verfahrensweisen, Meditation und begeisterter Erkenntnis oder eine Kombination dieser verschiedenen Möglichkeiten. Diese Bemühungen müssen bewußt gemacht werden; Ein spiritueller Fortschritt ereignet sich nicht automatisch ohne anstrengende innere
Bemühungen. Der zweite Wirkungskreis, in dem wir uns alle bewegen, ist die grundlegendste soziale Gruppierung, die Familie. Trotz des langsamen Verlustes dieser Einrichtung, besonders im Westen, bleibt sie die Grundlage der Gesellschaft. Es ist unwahrscheinlich, daß wir inneren Frieden finden oder irgendwie dazu beitragen, Frieden in der Gesellschaft zu stiften, wenn die Beziehungen in unserer Familie voller
Konflikte und Kämpfe sind. Die Beziehungen in der Familie haben zwei grundsätzliche Dimensionen, die Ehefrau-Ehemann- und die Eltern-Kind Beziehung, in denen Spannungen und Unmut zunehmen. Ein wichtiger Punkt dreht sich hier um die Stellung der Frau. Besonders in den Gesellschaften der Entwicklungsländer ist die Stellung der Frau noch längst nicht zufriedenstellend und die Frauen sind meist in untergeordneten
Positionen. Ich bekomme manchmal den Eindruck, daß es im Westen genau andersherum ist, vielleicht um das vergangene Unrecht auszugleichen. Was gebraucht wird, ist ein harmonisches Gleichgewicht dazwischen. In der Hindu-Tradition gibt es die bemerkenswerte Vorstellung von der Ardhanarishwara, Lord Shiva halb als Mann und halb als Frau. Diese schöpferische Vereinigung wird vorbildlich auf sozialer Ebene in der Vorstellung der Ehefrau als ardhangini widergespiegelt, eine gleichberechtigte
Teilhaberin und Partnerin in den Abenteuern des Lebens. So ist weder der traditionelle östliche Brauch zufriedenstellend, daß die Frau drei Schritte hinter ihrem Mann laufen muß, noch der seltsame westliche Brauch, daß sie drei Schritte vor ihm läuft. Symbolisch ist das Laufen nebeneinander ideal. Ein Grund für den Generationskonflikt ist, daß mehr dazu Stellung genommen wird, daß sich innerhalb einer Generation
vielmehr verändert als früher und folglich die psychologische Kluft zwischen Kindern und Eltern zunehmend wächst. Auch an dieser Stelle wird Harmonie am besten durch den Mittelweg zwischen der elterlichen Dominanz der herkömmlichen Gesellschaft und der tatsächlichen Entfremdung der Kinder in westlichen Gesellschaften erreicht. Grundsätzlich ist es so, daß wir mit unserer Suche nach Frieden bei unserer unmittelbaren Familie anfangen müssen, die eine experimentelle Werkstatt ist, in der wir die
Vorteile von Verständnis und Liebe, Mitleid und Gleichstellung lernen können. Wenn wir uns aus dem Wirkungskreis der Familie bewegen, kommen wir auf unserer Suche nach Frieden zu der dritten Dimension, die die weitere Gesellschaft einschließt, in der wir leben. Es gibt hier viele Gebiete, einschließlich religiöser Gemeinschaften, Kastengruppierungen, linguistischen Gruppierungen, beruflichen Vereinigungen,
politischen Organen und so weiter. Der moderne Mensch wirkt notwendigerweise mit vielen solcher sozialen Gruppierungen aufeinander und in jeder von ihnen müssen wir auf eine friedvolle Beilegung von Meinungsverschiedenheiten und eine schöpferische gegenseitige Beeinflussung von verschiedenen Vorstellungen und entgegengesetzten Standpunkten hinarbeiten. Jeder dieser Bereiche kann zum Wachstum der sozialen Zusammenarbeit beitragen, kann aber auch eine Quelle scharfer Konflikte sein, wie wir aus
eigener Erfahrung in Indien und anderen Ländern wissen. Die raschen Veränderungen in der Technologie haben größere Verlagerungen im sozialen Umgang verursacht. Die wirklich sich selbst genügenden Dörfer oder die beruflichen Innungen von Handwerkern, die durch ihre Verpflichtung zu einem gemeinsamen Unternehmen gebunden sind, existieren nicht mehr. Viele der heutigen Resultate sind meist sachlich und der Wachstum
gewerblicher Slums in großen Teilen der Welt stellt eine mächtige Quelle sozialer Spannungen und Konflikte dar. Die unheilvolle Unterwelt der Drogen und die mit Drogen zusammenhängende Gewalt stellt sogar in den großen Hauptstädten der reichen westlichen Welt eine ernsthafte Gefahr bei der Suche nach sozialem Frieden und sozialer Harmonie dar. Als viertes kommen wir zu dem sozialen Gefüge, welches eine so
vorherrschende Rolle in der menschlichen Geschichte der letzten wenigen Jahrhunderte gespielt hat, dem Nationalstaat. Obschon sein Anspruch auf vollständige Souveränität zunehmend unhaltbar geworden ist, bleibt die Tatsache, daß der Nationalstaat in unserer gegenwärtigen Zivilisation immer noch die stärkste Form sozialer Organisation ist. Auch hier waren seine Leistungen unterschiedlich. Während er auf der einen Seite sicherlich zu großem Erfolg geführt hat, hat er auf der anderen Seite
endlose Konflikte zwischen Völkern und zwischen verschiedenen ethnischen, linguistischen und politischen Gruppen innerhalb eines Volkes bewirkt. Heutzutage haben wir auf der einen Seite das außergewöhnliche Schauspiel des Nationalismus, der über die Entwicklung der europäischen Gemeinschaft hinausgeht, die ein wirkliches historisches Ereignis in der menschlichen Geschichte ist. In ihr haben Völker, die miteinander
über Jahrhunderte Krieg führten und wegen ihrer kolonialen Ausmaße darüber hinaus die ganze Welt in Aufruhr hielten, schließlich ihre Feindseligkeit überwunden und bewegen sich rasch auf einen freien Markt, die freie Reise, eine gemeinsame Währung und vielleicht ein gemeinsames Parlament hin. Gleichzeitig bezeugten wir auf der anderen Seite den Zerfall des sowjetischen Reiches und dann Jugoslawiens, die beide in ihre einzelnen ethnischen Einheiten zerbrachen. Dieser zweifache Prozeß der Wiederbehauptung des Unternationalismus und des Überschreitens des Nationalismus wird sich wahrscheinlich bis in das 21. Jahrhundert weiter fortsetzen. Es sind damit viele ernsthafte Auswirkungen verbunden, aber zu unserem gegenwärtigen Ziel muß gesagt werden, daß der Prozeß eine Menge Unmut mit sich bringt, der unsere Suche nach Frieden durchaus beeinflussen könnte. Während die größere Bedrohung des Kalten Krieges
mit nuklearer Massenvernichtung zurückging, gibt es in Europa und Asien genug leicht entzündbaren Stoff und moderne Waffen, um den Konflikt für mehrere Dekaden in Gang zu halten. Ob durch regionale Gruppierungen wie die europäische Gemeinschaft, ASLAN oder das System der Vereinten Nationen selbst, irgendwie muß der ganze Prozeß in einem größeren Rahmen gezügelt werden. Das bringt mich auf die fünfte Dimension, die
ich in diesem Aufsatz erörtern möchte. Wie ich schon vorher gesagt habe, ist das Individuum in der letzten Untersuchung auf der einen Seite und der gesamte Planet auf der anderen, was unteilbare Einheiten begründet. Die Suche nach dem Weltfrieden ist jetzt nicht länger nur eine mystische Vision oder die Utopie eines Idealisten. Es ist zu einer reinen Notwendigkeit für das bloße Überleben der menschlichen Rasse geworden. Das Wachstum der Waffenindustrie ist so ehrfurchtgebietend, daß wir mit
nuklearen Waffen nicht nur die menschliche Rasse, sondern alles Leben auf diesem Planeten zerstören können. Sogar ein nicht-atomarer Krieg wie der Golfkrieg fügte der Biosphäre und der Umwelt unseres Planeten massive Kausalzusammenhänge und schreckliche Schäden zu. Darum ist es für uns unerläßlich, Mechanismen für eine friedliche Lösung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Nationalstaaten zu finden. Wir leben in
einem Zeitalter großer äußerer und innerer Konflikte und Unruhen. Wir müssen eine ganz neue Symbolik entwickeln, um uns bei unserer Suche nach Frieden zu helfen. Die bemerkenswerte Photographie aus dem äußeren Weltall ist meiner Meinung nach ein starkes und an etwas erinnerndes Symbol des neuen Bewußtseins. Es ist die Mutter Erde, in der griechischen Tradition Gaia und Bhavani Vasundhara in der hinduistischen, die das Bewußtsein aus dem Schleim des urzeitlichen Ozeans bis dahin, wo es sich
jetzt befindet, aufgezogen hat. Wir müssen die alten Fabeln in Bezug auf die Erde, die wegen des Lärms und der Hetze der heutigen Zivilisation vergessen wurden, wieder entdecken. Weil "die Fabel die geheime Öffnung ist, durch die unerschöpfliche Kräfte des Weltalls in die menschliche kulturelle Manifestierung hineinfließen", wie Joseph Campell, einer der größten Denker und Mythologen der heutigen Zeit, schrieb. Diese schöpferischen Kräfte sind wesentlich, wenn wir eine menschliche
Zivilisation aufbauen wollen, die auf Frieden, nicht auf Krieg, auf Zusammenhalt, nicht auf Konkurrenzkampf, auf Holismus und nicht auf Hedonismus basiert. Wie in Robert Frosts Gedicht oder in der Katha-Upanishad, liegen nun zwei Wege vor uns. Einer könnte durch eine gemeinsame und viel-dimesionale Suche nach Frieden zu einer gerechten und vernünftigen Weltzivilisation führen, in der die knappen Mittel des Planeten
Erde mit dem Ziel genutzt werden, die notwendigen Ressourcen zu schützen und den intellektuellen und spirituellen Arbeitsaufwand für alle menschlichen Wesen mit dem Ziel einzusetzen, ein anständiges zivilisiertes Leben zu leben. Der andere Weg ist der Weg des Konfliktes und der Disharmonie, der, wie wir wissen, zwangsläufig zu der Vernichtung der menschlichen Zivilisation führt. Ich glaube, daß es nun größtenteils
durch das menschliche Gewissen selbst geschieht, daß der göttliche Wille das menschliche Schicksal ausarbeitet. Am Ende der Gita (Bhagavadgita) erzählt Lord Krishna dem Arjuna - "der Gott wohnt in den Herzen aller Lebewesen und motiviert sie mit Seiner göttlichen Kraft, als ob sie an eine Maschine montiert wären. Allein in Ihm suche mit all deinem Wesen und all deiner Liebe Zuflucht. Mit seiner Gnade wirst du größten Frieden und ewigen Aufenthalt erreichen." Dies deutet erstens an, daß das ganze Weltall von der Gottheit durchdrungen ist, einer grundsätzlichen tenet des Hinduismus. Zweitens bedeutet das, daß die Gottheit beides ist, immanent, mit den Herzen aller Wesen besetzt, und transzendent. Drittens bringt die Gita uns bei, daß wir durch hingebungsvolle Arbeit das göttliche Wesen verehren können und uns auf die Vollkommenheit hin bewegen. Wie Sri Aurobindo in seinen gewaltigen Werken
so eloquent betonte, wird folglich in diesem Stadium des menschlichen Schicksals weder eine Philosophie vollständiger Transzendenz, die die menschlichen Wesen im Grunde machtlos hinterlassen würde, noch eine Philosophie bloßer Immanenz gebraucht, die die Welt dem Spiel feindlicher Mächte preisgeben würde. Die gegenwärtige Diskussion muß sich vielmehr um eine einheitliche, holistische Philosophie drehen, in der die menschliche Existenz als eine seltene Gabe angesehen wird, welche sowohl für
die innere Entwicklung als auch für das Wohlergehen der Gesellschaft und der Welt genutzt wird. Dies erlegt uns eine gewaltige Verantwortung auf, gibt uns aber auch die Möglichkeit Lebensbereiche zu entdecken, in die sich keiner unserer Vorfahren jemals gewagt hat. Darin liegt das einzigartige Privileg unserer Generation, besonders derjenigen, die das Privileg geltend machen, Denker oder Philosophen zu sein. Laßt
mich mit einem der ältesten Gebete für Frieden, das der Menschheit bekannt ist, schließen, daß über Jahrhunderte weitergegeben wurde und heute in Indien so wie vor tausend Jahren in der unvergleichbaren Herrlichkeit des Himalajas gesungen wird: Friedlich sei der Himmel Friedlich sei die Erde, Friedlich sei der weite Raum dazwischen. Friedlich seien für uns die fließenden Gewässer,
Friedlich seien die Pflanzen und Kräuter! Friedlich seien all die devas, Friedlich all die Brahmanen, Friedlich sei das ganze Weltall, möge sich Friedliches und nur Frieden durchsetzten, und möge dieser Frieden zu mir kommen. Aum Frieden, Frieden, Frieden.
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