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Glossar
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Acharya |
| Religiöser Lehrer, weiser Mönch und Schriftgelehrter. Außerdem ist er Oberhaupt eines Sangh. |
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Advaita |
| Unter dem Einfluß der idealistischen Metaphysik des Spätbuddhismus bildete sich in der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr. eine neue philosophische Auffassung heraus, welche unter Berufung auf Upanishad-Stellen, die in diesem Sinne interpretiert wurden, behauptet, die ganze Welt sei Trug (maya), den unser Nichtwissen ( avidya) uns vorgaukelt. In Wahrheit existiert nach dieser Lehre nur die eine ewige Wahrheit ( brahma), und jede Einzelseele ist mit dieser identisch. Die Erlöung besteht in der Überwindung dieses angeborenen Irrtums. Die zahlreichen Stellen der heiligen Schriften, welche von einer Vielheit reden, gehören nach dieser Auffassung nur einem 'niederen Wissen' an, welches seinen Stellenwert darin hat, daß es stufenweise auf die höhere Erkenntnis der einzig wirklichen All-Einheit vorbereitet. Der Hauptvorkämpfer dieses neuen 'absoluten Monismus' (kevaladvaita) war der südindische Brahmane Shankara, der vermutlich 788-820 n. Chr. in Indien lebte. |
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Ahimsa |
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Sanskrit: nicht verletzen, nicht schädigen. Ahimsa ist die grundlegende ethische Tugend der indischen Religion der Jaina.
Sie wurde seit Anbeginn auch von Hindus und Buddhisten außerordentlich
geschätzt. Im 20. Jahrhundert wurde Mahatma Gandhi, der berühmte Politiker, Philosoph und spirituelle Lehrer, durch das
Prinzip der Ahimsa zur Entwicklung seiner Theorie des passiven Widerstandes als Mittel zur politischen Veränderung
inspiriert. Im Jainismus ist Ahimsa der Maßstab, an dem alle Handlungen gemessen werden. Männliche und weibliche Laienmitglieder des Sangh legen kleine Gelübde (Anuvrata) ab, bei denen Ahimsa an erster Stelle steht. Für sie bedeutet Ahimsa, keine Tiere zu töten. Asketen legen die weitaus strikteren grossen Gelübde (mahavrata) ab, doch auch die strikteren Gelübde der Asketen gründen sich auf Ahimsa. Für sie heißt Ahimsa, mit größter Sorgfalt zu vermeiden, willentlich oder unwillentlich jedweder Art von Leben Schaden zuzufügen oder sie gar zu verletzen. "Jedwede Art von Leben" schließt nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Insekten, Pflanzen und Atome ein. Viele Praktiken der Jainas, wie beispielsweise nach Einbruch der Dunkelheit nichts mehr essen oder trinken oder der von Mönchen und Nonnen getragene Mundschutz (Mukhavastrika), gründen sich auf Ahimsa. |
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Artikel:
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Akhara |
| "Regiment" (von Asketen), Struktureinheit hinduistischer Asketengruppen . |
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Alvars |
| Der Glaube an den Gott Vishnu als den ewigen Weltherrn, der schon in der Bhagavadgita und in einigen Puranas hervortrat und in den vishnuitischen Agamas eine systematische Weiterbildung fand, begeisterte in Südindien seit dem 8. Jh. n. Chr. hundert tamilische Dichter zu Gesängen, die ihnen den Namen von Alvars ('in Gott versunken') einbrachten. Von den 12 Alvars gilt Nammalvar als der größte. |
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Anushastra |
| Wörtl.: kleines Lehrbuch, auf eine Person angewandt, bezeichnet es jemanden mit großen intellektuellen und spirituellen Fähigkeiten. |
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Anuvrat |
| Bedeutet "kleines" Gelübde und ist nicht so strikt wie das Mahavrata (großes Gelübde), (vgl. dazu Mahavira) der männlichen oder weiblichen Asketen. Anuvrats sind für die männlichen oder weiblichen Laienanhänger, die ein Familienleben führen. Die fünf vrats (Gelübde) sind: Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Wahrheit, nicht stehlen, Selbstbeherrschung, Begrenzung im Anhäufen materieller Güter. |
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Arjuna |
| Im Mahabharata ist Arjuna der fünfte Sohn des Pandu aus dem Geschlecht der Pandava. Als Held dieses Epos zieht er unter der Führung Krishnas in den Kampf gegen die Sippe der Kauravas und wird im Verlauf der Schlacht von Krishna in den wesentlichen Prinzipien der bhakti unterwiesen. |
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Asanas |
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Im Yoga-System der indischen Philosophie bedeutet dieser Sanskrit-Begriff "Sitzhaltung" oder "Sitz". Die Asanas sind
Körperübungen und Sitzhaltungen, von denen angenommen wird, dass sie den ungehinderten Fluss der Energien im Körper
unterstützen und etwaige krankheitsverursachende Blockaden des Energieflusses auflösen. Sie sind das dritte Glied des
von Patanjali beschriebenen achtgliedrigen Yogapfades, der den Aspiranten zum
Samadhi, dem spirituellen Ziel des Yoga, hinführen möchte. Es gibt ungefähr 84 Asanas, von denen 32 als die wichtigsten betrachtet werden, deren bekanntester vermutlich der Padmasana (Lotussitz) ist. |
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Ashram |
| Eremitage, Wohnstätte von Asketen |
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Ashrama |
| vgl. hierzu: Manusmriti |
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Avatara, Avatar |
| Die Avataratheorie, das Herabsteigen Gottes auf die Erde, um das Gute zu retten, das Böse zu vernichten und das Gesetz ( dharma) wieder herzustellen, wurde in der Smarta-Tradition, deren fundamentale Texte das Mahabharataund das Ramayana (400-200 v. Chr.) sind, in Bezug auf Vishnuerarbeitet. Es gibt 10 avataras (Verkörperungen) Vishnus, der jedesmal, wenn das dharma gefährdet ist, in einer dieser Formen auf Erden erscheint, um das varnashramadharma aufrechtzuerhalten. Diese sind: Vishnu als Fisch, Schildkröte und Mannlöwe, Krishna, Vamana, Rama, Parasurama, Buddhaund Kalkin. Er erscheint immer in Krisenzeiten, sein Hauptanliegen in den Texten ist die Lösung von Konflikten. Vishnu erscheint nicht allein, auch andere Gottheiten inkarnieren sich mit ihm. Eng mit der Avataratheorie war die Lehre der vier Zeitalter (yugas) verknüpft, wonach für jedes Zeitalter bestimmte Vorschriften und Pflichten vorgeschrieben sind, für jedes yugas sind bestimmte avataras zuständig. |
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