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Glossar
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Karma |
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Sanskrit Karman ('Handlung'). Eine Tat, gut oder schlecht. In der indischen Philosophie ist Karma der Einfluss vergangener Taten auf das künftige Leben eines Wesens. Die moralische Energie einer bestimmten Handlung wird bewahrt und trägt automatisch im nächsten Leben Früchte, was sich auf die Verkörperung, Körperbau, soziale Stellung, Wesen, Neigungen und Charakter auswirkt. Dieser mechanische Prozess findet ohne die Einmischung Gottes oder des Göttlichen statt. Das Gesetz des Karma erklärt die festzustellenden Unterschiede zwischen den Lebewesen. Im Laufe seiner Leben kann sich ein Mensch vervollkommnen und wie Brahman selbst werden oder durch entsprechenden Lebenswandel als niederes Wesen wiedergeboren werden. Der Jainismus unterscheidet 4 Ghati und 4 Agathi Arten von Karma. Die Wirkung des Ghati Karmas ist sehr stark und kann über mehrere Leben hinweg wirken. Im Hinduismus gilt Karma als Tatvergeltungsstoff, der in diesem oder späteren Leben oder himmlischen oder höllischen Durchgangsstadien seine Wirkung entfaltet. Erlösung kann nur der Mensch erlangen, indem er dem Göttlichen seine Hingabe durch selbstlose Pflichterfüllung (siehe auch Bhagavadgita) bezeugt. |
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Karma-marga |
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vgl. hierzu: bhakti
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Kastensystem (varna) |
| Für die traditionellen Hindus ist dieses System Ausdruck einer religiösen Wahrheit: Der Mensch wird in eine Kaste hineingeboren, für die ihn sein vorhergehendes Leben bestimmt hat. Die alten Texte ( Veden, Upanishaden, Puranas) sprechen von einer Einteilung der Menschen in vier Kategorien. In einem Hymnus des Rigveda (10,90) entspringen die Brahmanen (die Gelehrten, Priester) bei der Aufteilung des Urmenschen (purusha) aus dem Gesicht, die Kshatriya (die Krieger) aus den Armen, die Vaishya aus den Beinen und die Shudras aus seinen Füßen. In der Manusmriti wurde jedem eine spezifische Arbeit aufgetragen. Auf der Ebene der sozialen Realität wurde eine Einteilung in Jati vorgenommen. Es handelt sich hier um eine kulturelle Einheit innerhalb der Gesellschaft, die ihren Mitgliedern eine präzise Identität gibt. Das wichtigste Element des Jatisystems ist eine Hierarchie, die auf der Idee einer Reinheit beruht, wobei es sich nicht um eine natürliche, sondern um eine rituelle Reinheit handelt. Hinzu kommt eine gegenseitige Abhängigkeit der verschiedenen Kasten, die hierarchisierte Beziehungen zueinander haben, wobei die religiösen Rechte und Privilegien auf die obersten drei Kasten beschränkt bleiben und den an der Spitze des Systems stehenden Brahmanen die alleinige Macht über das heilige Gesetzt zusteht. |
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Kayastha |
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Soziale Kaste im indischen Vier-Stände-System. Hier eine Untergruppierung der
Shudras. Gehören der 'reinen' Shudrajati
der Schreiber und Bürokraten an.
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Kirtana |
| Das kirtanageht auf die Überzeugung zurück, daß das eigentliche Wesen des Veda, das wirkliche Offenbarungswort, was weder über Sinne noch Intellekt erfaßt werden kann, eine der ewigen Seinsweisen Gottes, das Wort brahma ist. So sind z.B. in den shastras viele Gegensätze und Wortspiele enthalten, der Schüler soll hier zum wirklichen Wort finden, in dem der Name Gottes und Gott selbst völlig eins sind. Das Aufleuchten dieser Erkenntnis wird sphota genannt, das Aufbrechen des Sinnes des Wortes. Es ist das Wort, das eine der Seinsweisen von Gott selbst ist, alles erfüllend und umhüllend, der letzte Grund von allem, ewig. Darin liegt auch der Sinn des kirtana, des Ruhmpreisens Gottes durch Singen und Durchdenken der Gottesnamen. |
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Kontemplation |
| Kontemplation ist eine Komponente der Preksha Meditation, der bis ins 20. Jahrhundert verloren geglaubten Meditation der Jaina. Bis jetzt hat Acharya Mahapragya 13 Kontemplationen dokumentiert, die alle mit der Vorstellung bestimmter Farben kombiniert werden. Nach Ruhigstellung und Entspannung des Körpers konzentriert man das Bewusstsein auf das angestrebte Zielgebiet. |
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Krishna, Krsna |
| Hinduistische Gottheit. Im 8.-6. Jh. n. Chr. kam es zu einem allmählichen Niedergang der Autorität des Vedismus und als Folge zu einer Wiederbelebung bislang unterdrückter, einheimischer, theistischer Kulte. Im Verlauf dieser Entwicklung bildete sich allmählich die Verehrung des Gottes Krishna heraus. Im 4.-7. Jh. n. Chr., zu einer Zeit, in der nicht-vedischeReligionen wie der Jainismus und Buddhismus im Aufschwung waren, suchte der ursprünglich ebenfalls nicht-vedische Krishnaismus die Anknüpfung an den Vedismus, um den orthodoxen Ansprüchen zu genügen. Aus diesem Grund wurde Krishna in den Gott Vishnu assimiliert, der zu diesem Zeitpunkt bereits die Position eines höchsten Wesens hatte (Agama 1.1). Ferner war schon der Glaube etabliert, daß Vishnu sich immer dann inkarniert, wenn der dharma gefährdet ist, um die Welt zu retten. Krishna wurde zu einer Inkarnation Vishnus. Die Bhagavadgita reflektiert den synkretischen Gebrauch der vedischen und Vashudevatradition derart, daß Krishna als höchster Gott angesehen wurde. |
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Kshatriya |
| Dieser Begriff kennzeichnet den zweiten Stand in dem hinduistischen Kastensystem, den Stand der Krieger, aus dem die Könige stammten oder zumindest stammen sollten. Die kshatriya gingen aus dem Kriegeradel innerhalb der ab ca. 1500 v. Chr. nach Indien einwandernden indo-europäische Stämme der Arier hervor. Zusammen mit den Brahmanen bildeten sie innerhalb des Kastenwesens die herrschende Schicht, die vom Mehrprodukt der produzierenden Kasten lebte. |
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