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Wege durch die Zeit ins 21. Jahrhundert
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Upanayana
Hinduistischer Initiationsritus der männlichen Angehörigen der drei oberen Stände, Beginn der Schülerschaft, durch das Verleihen der Opferschnur (yajnopavita) Aufnahme in die Gemeinschaft der Opferberechtigten.

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Upanishaden, Upanishads, Upanisaden
Die Upanishaden ('Geheimlehren', ca. 800-600 v. Chr.) sind die ältesten philosophischen Traktate der Inder. Da sie auf die verschiedensten Denker und Schulen zurückgehen, lehren sie kein festumrissenes philosophisches System, sondern bringen die mannigfaltigsten Anschauungen zum Ausdruck. Während vieles an ihnen deutlich den Wesenszug primitiv-magischen Denkens trägt, tritt auf der anderen Seite eine tiefsinnige Mystik hervor, die auf die spätere Entwicklung maßgebenden Einfluß ausgeübt hat. Die Grundanschauungen dieser Gottschau gehen dahin: Die Einzelseele ist unsterblich. Durch das Gesetz der ewigen Vergeltung gezwungen, irrt sie umher, in die vergänglichen Leiber von Göttern, Menschen, Tieren und Pflanzen gebannt, und findet nirgends Rast und Ruhe (Glasenapp: 1986). Einen Ausweg aus dem Kreislauf der Existenzen (vgl. Samsara) bietet nur die Erkenntnis, daß alles Vergängliche nicht der Seele angehört, daß diese selbst vielmehr mit dem ewigen Weltgeiste verwandt oder wesenseins ist. Wer diese höchste Wahrheit erfaßt, der ist erhaben über Leben und Tod, er wird nicht wiedergeboren und geht zu Brahman.

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