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Wege durch die Zeit ins 21. Jahrhundert
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Vaikuntha
Dieser Begriff kennzeichnet das 'himmlische Reich' Krishnas, auch 'spiritueller Himmel' genannt. Vaikuntha wird zugleich als Residenz Krishnas und als Manifestation seiner inneren Kraft aufgefaßt. Vaikuntha ist in verschiedene Bereiche unterteilt und besteht aus unzähligen Planeten, unter denen der Planet Krishna-Loka, der wiederum dreifach unterteilt ist in: Dvaraka, Mathura und Goloka, der höchste ist.

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Vaishya
Dieser Begriff kennzeichnet den dritten Stand innerhalb des hinduistischen Kastenwesens. dem als Tätigkeiten Ackerbau, Viehzucht und Handel zugeteilt waren. Er bildete sich aus den überwiegend unteren Schichten der ab ca. 1500 v. Chr. nach Indien einwandernden indo-europäischen Stämme der Arier heraus. Die Vaishyas zählten gemeinsam mit den Kshatriyas und Brahmanen zu den 'Zweimalgeborenen'. Mit diesem Begriff sind diejenigen gekennzeichnet, welche nach einer Initiationszeremonie im 16. Lebensjahr das Recht erhielten, das heilige Wissen zu lernen und die vedischen Opfer zu vollziehen. Die Vaishyas waren neben den Shudrasdie zweite große Gruppe der Produzenten in der hinduistischen Gesellschaft. Im Laufe der Zeit glich sich der ökonomische und soziale Unterschied zwischen diesen beiden Schichten der Gesellschaft etwas an. Eine Domäne der Vaishyas blieb der Handel, vor allem der sich auf die Städte konzentrierende Fern- und Überseehandel, so daß die reiche städtische Oberschicht im alten Indien vorwiegend aus Vaishyas bestand.
vgl. Kastensystem

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Varna
vgl. Kastensystem

Varnashramadharma
'Gesetz der Kasten und Lebensstadien'. Dieser Begriff kennzeichnet den repräsentativsten Korpus der Smriti-Literatur; gleichzeitig aber auch das System, welches am engsten mit der Entwicklung des dharmain Verbindung steht. Als literarischer Korpus besteht es aus zwei Literaturgattungen: den dharma-sastras (600 v. -400 n. Chr.), oder Gesetzen des Manu (200-100 v. Chr.; vgl. Manusmriti) und der Yajnavalkya Smriti (100-300 n. Chr.). In beiden Gattungen geht es vorrangig um die Formulierung von Normen, welche die soziale Interaktion regeln sollen. In diesen Texten wurde auch das Gesetz der Kasten und der Lebensstadien formuliert.
vgl. Kastensytem


Vedanta, Veda, Veden
Das Wort Vedanta bedeutet: das Ende des Veda. Es kennzeichnet die am Ende des Veda stehenden Upanishaden. Diese beinhalten mannigfache Auffassungen über das Verhältnis zwischen der Einzelseele und dem Absoluten. Den Versuch einer Systematisierung des Vedanta unternahm Badarayana in seinen Brahma-sutras, die in der uns bekannten Form in den ersten Jahrhunderten nach Christus entstanden sind. Hier wurde der Gedanke dargelegt, daß Brahma sich im Wege der Evolution zu der Vielfalt der Einzelseelen und der stofflichen Welt entwickelt hat, diesen realen Kosmos aber als ein überirdisches Wesen überragt und beherrscht. In der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends n. Chr. bildete sich die philosophische Auffassung heraus, die ganze vielgestaltige Welt sei nur eine Illusion, die uns unser Nichtwissen vorgaukelt.
vgl. Smriti

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Vishnu, Visnu, Vishnuismus, Visnuismus
In der Religion der vedischen Zeit (ca. 1200-900 v. Chr.) war Vishnu ursprünglich eine weniger bedeutende Gottheit. Er hatte die Rolle eines wohltätigen Wesens, das bekannt dafür war, das Universum mit drei Schritten (aufgehende, Mittags- und untergehende Sonne) durchschritten zu haben. Während der puranischen (vgl. Puranas) Periode erlangte er hohes Ansehen und es gab die Tendenz, ihn mit dem großen vedischen Himmelsgott Indra zu identifizieren. Im Laufe der Entstehung des Hinduismus stieg seine Bedeutung durch die Identifizierung verschiedener arischer und nicht-arischer Gottheiten und Kulte mit dem vedischen Vishnu. In den Jahrhunderten um Christus tritt der Vishnuismus als ausgeprägte Richtung des Hinduismus hervor. Vishnu wird einer der drei Hauptgötter des hinduistischen Götterpantheons, er bildet zusammen mit Brahma und Shiva die Dreigestalt der Welt (trimurti). Er verkörpert hier den Schützer und Erhalter der Welt und der Menschen, der Gott Brahma nach Ablauf eines Weltalters (yuga) und der Zerstörung alles Lebenden zur Neuschöpfung der Welt anregt, da er in besonderer Beziehung zum brahman, der ewigen Substanz der Welt, steht. Das Symbol für diesen Aspekt Vishnus ist seine Darstellung inmitten des Weltmeeres auf der Schlange Anante, die das Unendliche, die Ewigkeit verkörpert, liegend.
vgl. Krishna; Bhakti; Avatara

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Vithoba
Bezeichnung für Vishnu. Die kultische Verehrung Vishnus in dieser Form geht hauptsächlich auf Tukaram (1605-49 n. Chr.) aus dem westindischen Staat Maharashtra zurück. Tukaram, ursprünglich ein Händler, gab diesen Beruf, in dem er wenig erfolgreich war, auf, um sich ganz dem Dienste Vishnus zu weihen, den er unter dem Namen Vitthal, Vithoba und Pandurang im Heiligtum von Pandharpur verehrte.

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