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Wege durch die Zeit ins 21. Jahrhundert

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Erklärung

Artikel

 

 

Yoga

 

Dieser Sanskrit-Begriff bedeutet ‚Vereinigung’ oder ‚Paarung’. Es ist eines der sechs orthodoxen Systeme (darshans) der indischen Philosophie und hat viele andere indische Denkschulen beeinflusst. Die ‚Yoga-Sutras’ des Patanjali (ungefähr 2. vorchristliches Jahrhundert) bilden seine anerkannte Textgrundlage.

Die praxis- und anwendungsorientierten Aspekte der Yoga-Philosophie, hauptsächlich die Asanas, werden stärker gewichtet als die intellektuellen, die auf der Samkhya-Philosophie basieren. Im Gegensatz zur Samkhya-Philosophie nimmt die Yoga-Philosophie die Existenz Gottes an. Ziel des Yoga-Aspiranten ist die Verschmelzung mit Gott, die zur Erlösung aus dem Samsara und zur spirituellen Befreiung aus der Illusion unserer Identität mit unserem Körper und unserer Psyche führt.Übereinstimmend mit Samkhya sieht die Yoga-Philosophie die spirituelle Befreiung als vollendet an, wenn das Selbst (Purusha) die Sklaverei der Materie (Prakriti) abschüttelt. Erlangt der Sadhaka Kontrolle über seine geistigen Aktivitäten und kann seine Anhaftung an materielle Objekte auflösen, ist ihm das Eingehen in den Samadhi möglich.

 

 

Yuga

 

Begriff der hinduistischen 'Weltalterlehre', die in den Jahrhunderten um Christus ausgebildet wurde. Ihr zufolge vollzieht sich die Geschichte der Welt, der Menschen und der Götter als Abfolge von Brahma-Tagen und -Nächten. Jeder Brahma-Tag besteht aus 1000 Zyklen von 4 Weltaltern oder yugas. Jeder Zyklus, auch mahayuga genannt, umfaßt 4.320.000 Jahre und besteht aus vier Abschnitten, die nach den Würfeln des indischen Würfelspiels als krita-, dvapara-, treta- und kaliyuga bezeichnet werden und in denen sich die Welt vom Zustand der reinen Harmonie bis zur absoluten Herrschaft des Bösen bewegt. Das letzte kaliyuga kennzeichnet die gegenwärtige Zeit, in der alles vom Bösen regiert wird. Am Ende des kaliyuga, das 432.000 Jahre dauert, soll die Welt in Brahma eingehen, der für die Zeit eines mahayugas ruht, und dann erneut einen Zyklus von 4 Weltaltern hervorbringen läßt. Die Weltalterlehre ist besonders mit dem Vishnuismus verbunden.
vgl.
Vishnu.

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