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Wege durch die Zeit ins 21. Jahrhundert


Vorwort 

zu Dr. Karan Singh: "Frieden - Eine multi-dimensionale Suche"

Dr. Katerina Wolf

Biologie
Frieden
Gentechnik
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Holismus
Kultur
Ökologie
Ökonomie

 

Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter. Der Übergang in das 21. Jahrhundert ist ein Ereignis, das von unzähligen Spekulationen, Erwartungen und Prophezeiungen begleitet wird. Wenn man die öffentliche Meinung berücksichtigt, so scheint es, daß die Ansichten sich in zwei breite Tendenzen teilen: Auf der einen Seite die Überzeugung, daß die Menschheit unaufhaltsam dem Untergang entgegensteuert, auf der anderen Seite existiert der Glaube an eine globale, konstruktive und holistische Entwicklung.

Dieser duale Prozeß versinnbildlicht den Zustand unserer Welt an sich. Desintegration, wie wir sie zuletzt besonders deutlich an den Geschehnissen in Osteuropa beobachten konnten einerseits, Annäherungstendenzen, so etwa in der neueren Entwicklung Zentral- und Westeuropas andererseits. Das 20. Jahrhundert war eine Epoche, die durch zahlreiche, schwerwiegende, politische und religiöse Krisen gekennzeichnet war. Die Tatsache, daß trotz aktueller Vereinigungs- und Integrationsbemühungen auch in der Zukunft ein erhebliches, weltweites Krisenpotential bestehen bleibt, ist nicht zu leugnen. So bleibt der universelle Frieden ein zentrales Thema des kommenden Jahrhunderts.

Karan Singh, der Autor dieses Artikels, war viele Jahre als Gouverneur der politisch brisanten Regionen Kashmir und Jammu tätig. Aus dieser Position und Erfahrung heraus greift er dieses Thema in seiner ganzen Problematik auf, analysiert es und bemüht sich darüber hinaus um konstruktive Lösungsvorschläge.

Singh präsentiert in seiner Analyse ein multi-dimensionales Modell. Darin geht er vom Individuum aus, erkennt die Familie als soziale Basis und sieht ein wesentliches Problem in der bestehenden Gesellschaftsordnung, insbesondere in der Interaktion zwischen den verschiedenen sozialen Gruppen. Die politische Struktur der einzelnen Staaten und ihre universelle Interaktion bildet den Abschluß seiner Analyse.

Das primäre Ziel des kommenden Zeitalters sieht der Autor in der Suche nach Mechanismen, die eine friedliche Konfliktbewältigung zwischen Mensch und Umwelt beinhalten. Karan Singh sieht eine Lösung in der geistigen Rückführung des Menschen. Die Erkenntnis des eigenen göttlichen Ursprungs und das Bewußtsein, daß alle Menschen, unabhängig von Glauben, Herkunft und Geschlecht die gleiche Natur besitzen, ist für ihn der ausschlaggebende Wegweiser zu universellem Frieden. Es ist klar zu erkennen, daß Karan Singh in seiner Darlegung von der philosophischen Tradition Indiens geprägt ist. Jedoch bietet sich gerade hier der Anreiz für den westlichen Leser, seine gewohnten Denkmuster unter einer neuen Perspektive zu sehen und Neues zu erfahren.

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